Qualitätssicherung beginnt bei der Lehrkraft:

Zur Optimierung des eigenen Handelns im Rahmen eines Seminars kann es hilfreich sein, das eigene Tun als Lehrkraft kritisch zu reflektieren.
Eine gewinnbringende Reflexion kann sich mit zahlreichen Fragen auseinandersetzen. Im Folgenden sind hier einige exemplarisch genannt:

  • Wurde hinreichend geklärt, was wissenschaftliche Quellen von unwissenschaftlichen Quellen unterscheidet?
  • Wurde eine wissenschaftspropädeutische Grundhaltung des Urteilsvermögens und der Reflexion von Ergebnissen gefördert und angewandt?
  • Wurde den Schülerinnen und Schülern ausreichend Gelegenheit zum nachhaltigen Erwerb moderner wissenschaftlicher Arbeitsweisen gegeben?
  • Wurden individuelle Arbeitsergebnisse angemessen besprochen, beurteilt und  ggf. im Rahmen der Begleitung konkrete Wege zu deren Verbesserung ausgewiesen?
  • Wurden die Schüler zu einer eigenständigen Arbeitsleistung angehalten?
  • Wurden Stil und grundlegende Formalia einer Seminararbeit nicht nur kognitiv vermittelt, sondern auch an konkreten, fachspezifischen, aktuellen Arbeiten geübt?
  • Wurden nicht nur genügend Möglichkeiten zur Präsentation von Zwischen- und Endergebnissen gegeben, sondern den Schülerinnen und Schülern auch Wege individueller Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt?
  • Wurde den Seminarteilnehmerinnen und –teilnehmern ausreichend Gelegenheit und Anregung zum gegenseitigen Austausch und zur Reflexion gegeben?
  • Wurde genügend Gelegenheit gegeben, die Bedeutsamkeit der einzelnen Arbeit für das Rahmenthema zu erkennen?
  • Wurde Motivation geschaffen, die vom Schüler behandelte Thematik weiter zu verfolgen?
  • Wurde am Ende eines Seminars eine Haltung installiert, die grundlegendes Interesse an der Forschung schafft, um Neues im Wissen der Menschheit zu ermöglichen?
All diese Aspekte könnten auch über Evaluationsbögen bei Schülerinnen und Schülern abgefragt werden, die somit über ihre Rückmeldung auch zum Qualitätssicherungsprozess beitragen.